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Fast jeder Haushalt mit Kindern in Hong Kong hat eine philippinische Maid. Die wohnt dann in dem 10 m2 grossen Helper's corner. Sonntags haben die Maids frei. Dann sieht man sie in Scharen in der Stadt. Sie sitzen auf Kartons und spielen Karten. Oder man trifft sie an den öffentlichen Grillstellen...
Gestern habe ich wieder eine Fahrt mit der Star Ferry genossen. Im Dunkeln sieht die Skyline von Hong Kong fast noch beeindruckender aus als im Hellen. Gut, dass das so ist, denn in Hong Kong wird es schon um sieben Uhr abends dunkel. Das ist etwas, was einem erst auffällt, wenn man mal nicht mehr in Europa ist. Die langen hellen Abende im deutschen Sommer, die durch die Sommerzeit ja noch mal länger sind,
vermisst man hier schon. Warm und lauschig ist es abends natürlich auch, aber wenn man erst um sieben aus dem Büro kommt und das Büro selbst keine Fenster hat, dann ist man immer ganz überascht, dass es draussen schon dunkel ist.
Letzte Woche musste ich beruflich in die USA fliegen. Nach Houston. Nach 26 h bin ich dann auch endlich da gewesen. Das erste Flugzeug hatte gleich ein technisches Problem, so dass sich der Start schon mal um 2 h verschoben hat. Dadurch hab ich meinen Anschlussflieger in Tokio verpasst und musste dann einen weiteren Abstecher über Dallas machen. Da gab es dann noch einen Sturm als Zugabe. Weitere 2 h auf dem Rollfeld warten bis der Sturm etwas weniger heftig war. Gewackelt hat es dann aber doch noch ganz schön. Aber am Ende bin ich doch noch angekommen. Wie das so bei Dienstreisen ist, sieht man nicht allzuviel von der Stadt. Ausser ein paar Restaurants und ein Shopping Center hab ich nicht viel mitbekommen. Allerdings wurde mir auch berichtet, dass es ausser dem Space Center nicht viel in Houston zu sehen gibt. Vielleicht noch ein Rodeo. Die Umgebung soll allerdings sehr schön sein. Dafür hatte ich aber keine Zeit. Mir ist nur aufgefallen, dass in der Stadt ziemlich wenig los ist. Die Restaurants sind alle genauso wie die Malls entlang der grossen Einfallsstrassen. Keine richtige Innenstadt. Aber das vermisst man vermutlich nur als Europäer.
Wie schön war es da wieder nach Hong Kong zurück zu kommen (diesmal etwas schneller). Hier ist richtig Leben in der Stadt. Und trotzdem ist man in einer halben Stunde im Grünen oder am Strand. Was ich heute auch gleich ausnutzen werde. Meine Strandsachen sind schon gepackt. Danach noch mal was einkaufen und in den Fitnessraum. Und dann ist mein Wochenende auch schon wieder um.
Am Samstag war ich kurz in Stanley auf dem Markt und als ich abends zu Hause auf dem Sofa sitze, denke ich, Mensch, wo kommen denn all die Quaddeln her. 14 Mueckenstiche an einem Unterschenkel, das ist Rekord. Und in der Nacht sind sie dann gewachsen und fingen an zu jucken... Das sind so die kleinen Unannehmlichkeiten, wenn man in tropischen Gefilden wohnt. Hoffentlich waren es keine Malaria Muecken...
So langsam faengt hier auch die Regenzeit an. Gestern Morgen hat es wie aus Kuebeln gegossen, auf den Strassen gab es 30 cm tiefe Pfuetzen. Und es soll wohl noch schlimmer kommen. Wenn erst mal Taifunwarnung angesagt wird, darf man in der Zeit das Haus nicht verlassen, egal ob man zu Hause oder beim Arbeiten ist. So lange bis wieder Entwarnung gegeben wird. Solange man zu Hause ist, ist das ja ganz schoen, aber beim Arbeiten vom Taifun heimgesucht zu werden, stell ich mir nicht so prickelnd vor...
Wie stellt man sich einen 'Perfect Day' vor? Der Montag war so einer, lange schlafen, lange frühstücken mit Brötchen und Zeitung und dann was unternehmen, am besten noch schönes Wetter. Wir sind noch einmal nach Tung Chung gefahren und haben diesmal aber gar nicht erst versucht die Seilbahn zu nehmen (die Schlangen davor waren trotzdem beeindruckend).
Stattdessen sind wir mit dem Minibus 34 bis nach Shek Mun Kap gefahren und von da aus hochgelaufen. Das war super schön. Der Weg ging erst an einem fast leeren (zumindest in dieser Jahreszeit) Flusslauf entlang. An manchen Stellen, wo das Gebüsch nicht so dicht war, konnte man sogar direkt ans Wasser und sich auf die großen Felsen setzen, die mittendrin lagen, und einfach dem Plätschern zuhören.
Weiter bergauf kamen dann einige kleinere buddhistische Kloster, in deren Gärten die Mönche Gemüse anbauen. Noch ein Stück weiter kam man dann an Bambushainen vorbei, deren Bambushalmel so dick waren wie Arme. Von hier oben hat man einen offenen Blick in die umliegenden Berge. Irgendwann biegt man dann um eine Ecke und sieht am Horizont die große sitzende Buddhasilhouette. Wow! 
Etwas weiter kommt die im Reiseführer angepriesene Teeplantage und da stehen dann vielleicht vier Reihen von Teebüschen. Da fragt man sich schon, wo der Tee herkommt, den die unglaublichen Besuchermassen im dazugehörigen Restaurant verzehren... Das Teerestaurant läutet dann auch die letzten Meter auf dem Weg zum Big Buddha ein. Dort kann man sich dann der Besucherschlange anschließen, die sich die Treppen zum Big Buddha hoch-, einmal herum und wieder runterzieht. Aber er ist trotzdem einen Besuch wert. 
Zurück sind wir dann über Mui Wo und mit der SchnellFähre nach Central gefahren. Dort haben wir noch eine Pho Bo Suppe und vietnamesische Soft Rolls gegessen. Sehr lecker. Den krönenden Abschluss fand unser Tag im Starbucks bei Caramel Macchiato und Brownies. Wie gesagt 'A Perfect Day'...
Weiter ging's dann von Central mit der Star Ferry. Für unglaubliche 2 HK$ (20 Cent) kann man von Hong Kong Island mit der Fähre nach Kowloon übersetzen, wohlgemerkt auf dem Upper Deck. Auf der unteren Etage kostet es sogar noch weniger. Das ist immer sehr nett, weil man beide Skylines zu sehen bekommt. Selbst wenn das Wetter schlecht ist, so wie hier, find ich es sehr schön.
In Kowloon gibt es die Nathan Road, an der sich am Anfang die Designerläden aufreihen. Bei dem LOUIS VUITTON Laden müssen die Leute sogar draussen anstehen, bis sie reingelassen werden. Ich hab aber bis heute nicht verstanden, warum die Chinesen (die Japaner aber auch) so auf diese hässlichen Taschen abfahren. Hier läuft praktisch jeder zweite mit so einer Tasche rum... Dabei sind die einheimischen Modeläden rings um TST, wie man hier so gerne abkürzt (gemeint ist Tsim Sha Tsui) auch sehr nett und vor allem unglaublich günstig. Das einzige Problem ist nur, dass die Klamotten meist eher für schmale Chinesinnen geschnitten sind. Pech für normal gebaute Westlerinnen.
Wenn man die Nathan Road immer weiter hochläuft, kommt man schliesslich mehr in chinesische Gegenden, daran zu erkennen, dass die Frequenz der Medizinläden deutlich zunimmt. Ausserdem nimmt die Touristendichte deutlich ab. Hier trifft man nur noch ab und zu einen Westler. Aber ich find es toll. Es ist so ein herrliches Gewusel. Sollte man unbedingt mal gemacht haben.Irgendwann kommt man dann nach Mong Kog. Da gibt es den Ladies Market, auf dem man sich aus einem Katalog die kopierte Designertasche aussuchen kann. Wenn man nicht daran interessiert ist, muss man aber unbedingt über das 'Missy, Copy Handbag' hinweghören, sonst wird man sie nicht mehr los.